Zum Inhalt springen
8 Quellen · vor 2 Std. Welt

Flávio Bolsonaro nach Flucht in die USA: Zweifelhafte Ansprüche und Ermittlungen

Bild: Stern

Nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist Flávio Bolsonaro in die USA geflüchtet. Dort bezeichnet er sich selbst als rechtmäßiger Präsident und will die Opposition aus dem Ausland anführen, während in der Heimat neue Ermittlungsverfahren drohen.

Der bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien unterlegene Kandidat Flávio Bolsonaro hat sich nach seiner Flucht in die USA abgesetzt. Trotz eines richterlichen Ausreiseverbots reiste der Rechtspopulist mit seiner Familie und einem Privatflugzeug über Argentinien und Ecuador nach Florida, wo er am Mittwoch am Privatflughafen von Opa-Locka in Miami landete. Die US-Regierung signalisierte dabei eine Einreiseerlaubnis und stellte Visa in Aussicht.

Nach seiner Ankunft erklärte sich Bolsonaro zum Wahlsieger, bezeichnete sich im Onlinedienst X als rechtmäßiger „Anführer“ sowie als „gewählten“ und „echten“ Präsidenten Brasiliens. Einige Berichte erwähnen zudem, dass er sich mit Charles de Gaulle verglich und ankündigte, Brasiliens Opposition aus dem Ausland anzuführen, wobei er eine Formulierung rasch anpasste.

Hintergrund der überhasteten Ausreise sind offenbar drohende rechtliche Schritte. In Brasilien wartet bereits das nächste Ermittlungsverfahren auf den Politiker, wobei in Medienberichten auch Themen wie ein gemeinsames Bankkonto und Geldwäsche-Geflechte im Zusammenhang mit einem Privatjet und Filmmillionen genannt werden.

Turkrazzi-Zusammenfassung · aus 8 Quellen

Was die Quellen sagen