Ersan Mondtags »Hamlet«-Inszenierung am Berliner Ensemble
Regisseur Ersan Mondtag hat Shakespeares Klassiker »Hamlet« am Berliner Ensemble in die Gegenwart verlegt. Die neue Inszenierung zeigt eine Mischung aus Drogenparanoia, Kriegsangst sowie jugendlichem Sturm und drang, sorgt bei Kritikern jedoch für geteilte Meinungen.
Am Berliner Ensemble hat eine moderne Inszenierung von Shakespeares Klassiker »Hamlet« Premiere gefeiert. Regisseur Ersan Mondtag und Wilke Weermann haben das Drama in das heutige Deutschland verlegt und präsentieren auf der Bühne einen Theatercomic. Die Aufführung thematisiert dabei jugendlichen Sturm und Drang, sexuellen Drang, Drogenparanoia und Kriegsangst, wobei die Handlung unter anderem in einen Darkroom geführt wird.
Die Reaktionen auf das neue Werk fallen stark unterschiedlich aus. Während einige Berichte die thematische Verlagerung in das moderne Leben hervorheben, äußern andere Stimmen scharfe Kritik an der zeitgenössischen Deutung des Regisseurs und bezeichnen die Aufführung als einen überflüssigen Theaterabend.
Ob die umstrittene Inszenierung trotz der negativen Stimmen im Spielplan des Berliner Ensembles Bestand haben wird und wie das Publikum auf die weiteren Vorstellungen reagiert, bleibt abzuwarten.
Turkrazzi-Zusammenfassung · aus 2 Quellen