Wenn du ein paar Knäuel Garn und eine Häkelnadel hast, bist du einem süßen Teddybären zum Knuddeln oder einem kleinen Häschen viel näher, als du denkst. Gehäkelte und gestrickte Spielzeuge sind nicht nur ein schönes Hobby für dich selbst, sondern auch liebevolle Geschenke für deine Liebsten, in denen viel Herzblut steckt. Die meisten werden mit der Häkelnadel in Spiralrunden gearbeitet, eine Technik, die als „Amigurumi“ bekannt ist. Es gibt auch gestrickte Spielzeuge, aber für den Einstieg gilt Häkeln meist als praktischer.
Ideen für dein erstes Projekt
Wenn du für den Anfang Modelle mit wenigen Teilen und einer einfachen Form wählst, bleibst du motiviert. Damit kannst du starten:
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- Kleine Tiere mit kugelförmigem Körper: Küken, Pinguin, Kätzchen
- Obst und Gemüse: Erdbeere, Karotte, Avocado
- Kleine Figuren in Schlüsselanhängergröße
- Flach gefüllte Kissen wie Wolke, Stern oder Herz
Wenn du damit etwas Übung bekommen hast, kannst du dich an Puppen und Tiere wagen, bei denen Arme, Beine und Ohren einzeln gehäkelt und dann zusammengenäht werden.
Garn- und Materialwahl
Baumwollgarne werden für Spielzeug gern verwendet. Die Maschen sind gut zu erkennen, das Garn ist waschbeständig und fusselt kaum. Spielzeuge aus Samtgarn werden dagegen superweich und richtig kuschelig, können aber als erstes Projekt etwas mühsam sein, weil man die Maschen schwerer erkennt. Diese Grundausstattung brauchst du:
- Eine zur Garnstärke passende oder sogar etwas dünnere Häkelnadel als empfohlen (ein festes Maschenbild verhindert, dass die Füllung durchscheint)
- Füllwatte
- Einen Maschenmarkierer, um den Rundenanfang im Blick zu behalten; zur Not tut es auch ein Stück Garn in einer anderen Farbe
- Eine Wollnadel zum Zusammennähen der Teile
- Sicherheitsaugen oder Stickgarn für die Augen
Darauf solltest du achten
Der häufigste Fehler ist, sich bei den Runden zu verzählen. Gewöhn dir an, beim Häkeln in Spiralrunden den Anfang jeder Runde zu markieren. Auch das Mitzählen der Zu- und Abnahmen sorgt dafür, dass die Form gleichmäßig wird.
Mit zu wenig Füllung wirkt das Spielzeug schlaff, stopfst du zu fest, ziehen sich die Maschen auseinander. Bevor du ein Teil schließt, nimm es in die Hand, drück es zusammen, prüfe die Form und füll bei Bedarf nach und nach etwas nach.
Wenn du das Spielzeug für ein kleines Kind oder ein Baby machst, steht die Sicherheit an erster Stelle. Statt kleiner Teile wie Knöpfe oder Perlen, die abgerissen und verschluckt werden könnten, ist es sicherer, Augen und Nase mit Garn aufzusticken. Näh Teile wie Ohren und Arme gut fest und lass keine langen, herunterhängenden Fadenenden übrig.
Farb- und Designtipps
Die Farbwahl bestimmt den Charakter des Spielzeugs. Ein paar Ideen:
- Für das Babyzimmer Pastelltöne wie Creme, Puderrosa oder Salbeigrün
- Für Kinder lebhafte, fröhliche Farben wie Senfgelb, Koralle oder Türkis
- Für einen moderneren Look neutrale Töne wie Beige, Grau und Weiß
- Ein paar kleine Stiche mit rosa Garn auf den Wangen geben dem Gesicht sofort Wärme. Nutze bei Kinderspielzeug lieber diese Methode statt Farbe oder Make-up.
Auch kleine Accessoires machen viel aus. Ein gehäkelter Schal, ein winziger Hut oder ein Kleidchen verleihen dem Spielzeug Persönlichkeit. Außerdem kannst du so aus demselben Grundmodell ganz unterschiedliche Figuren zaubern.
Ein letzter Tipp
Dein erstes Spielzeug wird vielleicht nicht perfekt. Ein etwas schiefes Ohr oder ein leicht verrutschtes Lächeln verleiht ihm oft einen ganz besonderen Charme. Mit jedem neuen Projekt werden deine Hände schneller und deine Maschen gleichmäßiger. Sammle Modelle, die dir gefallen, probier Farbkombinationen aus und trau dich, deine eigenen kleinen Figuren zu entwerfen.